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Stellungnahme des Denkmalschutzamtes zum Schulgebäude Röbbek 4 in Hamburg - Groß Flottbek
Von ihrem historischen Ursprung her handelt es sich bei der ehemaligen Volksschule an der Straße Röbbek (früher Schulweg) wohl um die älteste Schule Groß Flottbeks. Der damalige Schulhalter Wilhelm Greller wird bereits im Jahre 1728 erwähnt. Das Schulhaus befand sich seinerzeit in einer Hirtenkate, die sowohl als Unterkunft für den Hirten und den Lehrer als auch als Schulraum diente.
Das erste Schulhaus am Röbbek, das bereits im Jahre 1820 entstand, wurde nach mehreren Umbauten und Erweiterungen im Jahr 1899 abgerissen.
Das heute noch bestehende Schulgebäude entstand in mehreren Bauabschnitten. Das Hauptgebäude (offenbar der mittlere Bauteil) wurde 1874 errichtet. 1898/99 fand eine Er- weiterung nach Westen statt. Hier entstand die Wohnung für den Schuldiener. In 1905 erweiterte man den Hauptbau in Richtung Osten. In diesem Bauteil entstanden vier Klassenzimmer und die Schulleiterwohnung.
Die hinter dem Gebäude liegende Turnhalle entstand ebenfalls 1905. 1926/27 erfolgte der Anbau wichtiger Nebenräume an die Turnhalle wie z. B. Zeichen- und Singsaal, Schulküche, Handarbeitszimmer, Werk- und Duschraum.
Während im Inneren des Schulgebäudes weitreichende Veränderungs- und Renovier- ungsarbeiten stattgefunden haben, so daß mit Ausnahme der beiden Treppenhäuser keine historischen Spuren mehr ablesbar sind, ist der Bau im Äußeren relativ unverändert.
Im historischen Zentrum von Groß Flottbek in der Nähe der Kirche gelegen ist der Schul- bau als eines der wenigen erhaltenen Bauten geeignet, die Geschichte des Ortes zu doku- mentieren. Für das ehemalige Dorf Groß Flottbek, das nur noch wenige historische Baudokumente aufweist, ist es daher aus historischen Gründen von Bedeutung und als Kulturdenkmal einzuzstufen.
Quelle: Gese, Hermann, “Unsere Schulen”, in: “Flottbek, Othmarschen einst und jetzt”, hrsg. Bürgerverein Flottbek-Othmarschen e.V., Hamburg 1981, S. 98
Zeidler, Birgit, “Schule Röbbek” (s.o. S.106 ff)
Anmerkung: Das Gebäude wird auch gern als Filmkulisse verwendet, z. B. in der ARD-Serie “Die Schule am See”
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